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Galaabend: Auf die Bühne bringen, was wir im Herzen haben

Gestern bin ich zur Gala gegangen, bei der ich viel Neues gesehen habe. Wir waren sehr schick. Wir wollten alles, was wir im Herz haben, auf die Bühne bringen. Wir waren sehr stark und emotional. Die Moderation war total cool, die haben viele Witze gemacht und eine Selfie. Am an wir hatten wir drei Gruppen, die den Initiativenpreis von JoG bekommen haben: Das „Café Internationale Merseburg“, die Ellwangener Aktivist*innen für ihren Protest gegen Abschiebungen und die „Stimme der Frauen“, eine selbstorganisierte Gruppe von geflüchteten Frauen aus Magdeburg.

Außerdem haben wir wieder den Abschiebeminister des Jahres gewählt. Das war diesmal eine ganz schöne Überraschung: Der Innenminister auch Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU), hat unseren Preis gewonnen. Jibran, der auch die Moderation mitgemacht hat, begründet, warum der Innenminister der Preis verdient hat: „Stahlknecht erhält den Preis aufgrund zahlreicher Abschiebungen unterbesonderen Härten, wie z.B. einer Abschiebung aus der Jugendfreizeit und dem Kindergarten. Gleichzeitig will er, dass Flüchtlinge bis zu zwei Jahre in der Erstaufnahme verbleiben müssen“.

Aber auch das Kulturprogramm der Gala ist nicht zu kurz gekommen. Das Theaterstück von Riadh Ben Ammar war sehr emotional, anspruchsvoll und beeindruckend. Wir hatten außerdem einen Sänger aus Berlin zu Gast, der uns sehr gut gefallen hat mit seiner aussagekräftigen Musik. Es gab auch noch viele Sachen, die gestern geschehen sind, die wir aber nicht so einfach beschreiben können. Es war wieder ein unglaublicher Abend.

PM: Jugendliche wählen Holger Stahlknecht zum Abschiebeminister 2018

2018_06_07_PM_Abschiebeminister 2018

Am 07. Juni 2018 wurde Holger Stahlknecht (Sachsen-Anhalt) im Rahmen eines Gala-Abends der Jugendlichen ohne Grenzen (JoG) in Halle zum Abschiebeminister 2018 gewählt. Stahlknecht erhält den Negativpreis für seine besonders inhumane Flüchtlingspolitik. Mit 26,0 Prozent der Stimmen setzte er sich knapp gegen die Innenminister Roland Wöllner aus Sachsen (24,0%). Joachim Herrmann aus Bayern (22,1%), Karl-Heinz Schröter aus Brandenburg (19,2%) und Peter Beuth aus Hessen (8,7%) durch.

„Stahlknecht erhält den Preis aufgrund zahlreicher Abschiebungen unterbesonderen Härten, wie z.B. einer Abschiebung aus der Jugendfreizeit unddem Kindergarten. Gleichzeitig will er, dass Flüchtlinge bis zu zweiJahre in der Erstaufnahme verbleiben müssen“, erklärt Jibran Khalil vonJoG. „Das Leben in der Erstaufnahmen macht Kinder und Jugendliche krank.Viele von ihnen haben große Teile ihre Kindheit in Lagern verbracht. Siehoffen auf Schule, ein Zuhause und Sicherheit. Was sie dann aber in Deutschland erwartet, sind neue Lager der Perspektivlosigkeit.“

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JOG Konferenz 6. – 8. Juni in Halle

Anker lichten! Bleiberecht, volle Kraft voraus! #jogimk2018

REVIVAL DER 90ER – ABSCHRECKUNG, ISOLATION UND KASERNIERUNG SIND JETZT WIEDER IM TREND!

Termine

JOG Konferenz 2018 Poster
JOK Konferenz 2018 Flyer

Der migrationspolitische Kurs der (neuen) Bundesregierung ist so menschenverachtend, dass sie sich gezwungen sieht, klarzustellenz Fluchtursachen, nicht Flüchtlinge sollen bekämpft werden. In Anbetracht der geplanten Gesetze sowie der Äußerungen des Heimatund Bundesinnenmínisters ist das jedoch bloße Augenwischerei.

Das Paradeprojekt der Bundesregierung sind die »ANkER-Zentren« (Ankunfts-, Entscheidungsund Rückführungszentren). Während des Asylverfahrens sollen Geflüchtete dort bis zu 18 Monate kaserniert werden. Auch unbegleitete minderjährige Geflüchtete können die Zentren erst nach einer umstrittenen Alterseinschätzung verlassen. Dies ist ein klarer Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Selbst Familien mit minderjährigen Kindern sollen nur dann eine neue Unterkunft bekommen, wenn sie eine gute „Bleibeprognose“ aufweisen und die wird anhand des Herkunftslandes bestimmt. In Bayern, wo es bereits ähnliche Zentren gibt, musste das Recht auf Schulbildung für Kinder erst vor dem Verwaltungsgericht erstritten werden.

Knapp die Hälfte der angefochtenen Asylentscheidungen werden durch Verwaltungsgerichte aufgehoben. Nun stellt sich die Frage, wie Geflüchtete ohne Beratung und Anwält*innen zu ihrem Recht kommen sollen? Oder ist es gerade das Ziel der Bundesregierung, dass dies nicht passiert? Ein jahrelanger Aufenthalt in solchen Massenunterkünften gefährdet zudem die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen. Dies ist ein nicht wiedergutzumachender Schaden, den die Bundesregierung in Kauf nimmt.
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JOG übergibt den negativ Preis an den Abschiebeminister 2017: Joachim Herrmann

Heute sind fünf Vertreter*innen von JoG zum Tagungsort der Frühjahrskonferenz der Innenminister gefahren. Ziel von dem Besuch war, den Koffer für den Abschiebeminister 2017 zu überreichen: Joachim Herrmann (Innenminister von Bayern).


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