Café Exil

Das Café Exil wurde vor 15 Jahren (1995) von verschiedenen antirassistischen Gruppen gegründet. Wir verstehen uns als ein antirassistisches Projekt mit politischer Ausrichtung.

Wichtig ist uns unsere Unabhängigkeit – vor allem von politischen Parteien. Finanziert werden wir daher ausschließlich über Spenden von Privatpersonen, was unserer Öffentlichkeitsarbeit einen besonderen Stellenwert einräumt. Im September 2009 ist aus diesem Projekt ein weiteres hervorgegangen: das Infomobil an der Sportallee, das dort vor dem Eingang zur zentralen Erfassungsstelle jeden Dienstag zur Unterstützung bereitsteht.

Innerhalb des Café Exils bestehen keine Hierarchien, Zuständigkeiten oder Ämter. Jeder steht in der Verantwortung. Es herrscht das Konsensprinzip. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben verschiedene Hintergründe – Alter, Ausbildung etc. spielen keine Rolle. Was uns verbindet ist unsere antirassistische Einstellung und unser gemeinsames Anliegen Mitmenschen, die gezielter Ausgrenzung ausgesetzt sind, zur Seite stehen. Auch wir sind bei unserer Arbeit immer wieder mit Skepsis und Anfeindungen von Seiten der Behörden und Polizei konfrontiert.
Das Ziel unserer Arbeit ist die Unterstützung von Flüchtlingen und MigrantInnen bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Menschen, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und sich dennoch in Deutschland aufhalten, denen ein normales Leben durch restriktive Gesetze und Verordnungen auf allen Ebenen erschwert wird.
Es geht uns um ein aktives Engagement gegen Ausgrenzung und Benachteiligung von Menschen insgesamt, innerhalb Deutschlands und insbesondere in Hamburg. Wir versuchen umfangreiche Informationen bereitzustellen und begleiten Flüchtlinge und MigrantInnen bei ihren oftmals demütigenden Behördengängen. Außerdem vermitteln wir auch Kontakte zu weiteren Beratungsstellen und Rechtsberatung. Die Verantwortung, die wir mit unserer Arbeit übernehmen, ist uns bewusst.
Wichtig ist unser Anliegen, in unserem „Café“ eine angenehme und offene Atmosphäre zu schaffen, wo Menschen sich willkommen fühlen und sich trauen uns ihre Probleme anzuvertrauen. Das Individuum steht im Mittelpunkt unserer Arbeit – es geht um Lösungen und Hilfe für jeden Einzelfall.
Gemeinsam mit diesen Menschen wollen wir dem rassistischen Behörden-Alltag in diesem Land auch weiterhin entschlossen entgegentreten.

Ein Gedanke zu „Café Exil“

  1. Ich bin in Schlesien/ Preußen 1939 geboren und wohne in Bayern.
    Hier wurde mir die Staatsangehörigkeit aberkannt und ich als Polin und Ausländerin bezeichnet und behandlt.
    Ich wurde entsprechend dem Personalauweis als Sklavin behandelt bzw. von Sklaven als Sklavin behandelt denn auch unsere Behörden sind Sklaven.
    Ich bin einigen Mordanschlägen entgangen und hatte bis dato ca. 25 Vandalismusschäden. und einen Einbruch in meine haus. Das ganze beruhft auf Fremdenfeindlichkeit , die in Bayern besonders hoch ist. Inzw. habe ich mein ganzes Vermögen durch willkürliche Bauprozesse verloren. Bei dem ersten Gerichtstermin wurde mir bereits erklärt, daß es nicht um die Beweislage ginge, sondern einzig und allein darum, Kosten zu verursachen und mich zu schädigen.
    Durch die Rückgabe meines Personalausweises und die Personenstandsänderung- Eklärung habe ich mir nun meine Staatsbürgerschaft zurück geholt.

    Meine Frage: welche Rechte kann ich jetzt nachträglich als Ausländerin geltend und als im Exillebende geltend machen, bis ich in meine Heimat, die unter poln. Verwaltung steht, zurück kehren kann. m. f. g. erley

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11. – 14. Juni 2017 | Dresden