Alle Beiträge von hlgs

Pressemitteilung 13.6.2019:

Presseerklärung vom 13.6.2019

Zur Innenministerkonferenz:

Flüchtlingsrechte sind nicht verhandelbar!

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, Pro Asyl und Jugendliche ohne Grenzen warnen bei Landespressekonferenz in Kiel vor einem Abbau menschenrechtlicher Standards und vor Abschiebungen in Kriegsländer

Anlässlich der vom 12. bis 14 Juni in Kiel und Rendsburg unter dem Vorsitz Schleswig-Holsteins stattfindenden Innenministerkonferenz fordern Nichtregierungsorganisationen die Bundesländer zur Ablehnung des am 7. Juni 2019 beschlossenen, vom Bund euphemistisch „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ bezeichneten Gesetzes auf. Sie fordern von den Bundesländern, sich auch im eigenen Interesse gegen die Entrechtung von Geflüchteten und ihren Unterstützerinnen sowie die dadurch entstehenden Mehrbelastungen der Länder zu wehren und ihre Handlungsspielräume sowohl im Bundesrat als auch auf landesgesetzlicher Ebene auszuschöpfen.

Pressemitteilung 13.6.2019: weiterlesen

Die Konferenz beginnt: Austausch über JoG

Gleich am ersten Morgen sind wir zusammengekommen, um uns über unserer Gruppe „Jugendliche ohne Grenzen“ (JoG) auszutauschen: Was ist JoG für mich? Was macht JoG? Was verbindet uns?

Das besondere an JoG ist, dass wir selbst die Initiative ergreifen und alles gemeinsam machen: Bei uns kämpft nicht nur jeder allein, sondern wir alle zusammen. So sagt unser JoG-Mitglied aus Trier: „Seitdem ich bei JoG bin, haben wir auch viel in der Gesellschaft gearbeitet. Wir haben uns mit dem Bürgermeister getroffen und Demonstrationen veranstaltet“. Mit JoG nehmen an Workshops teil und bieten selbst welche an. Durch unsere Aktionen versuchen wird, Jugendliche zu motivieren, dass sie sich selbst sichtbar machen. Mit der Demo bei unserer Konferenz wollen wir dorthin gehen, wo die Innenminister sind, damit sie uns hören.

Die Konferenz beginnt: Austausch über JoG weiterlesen

JoG-Aktion beim Parteitag von Die Linke

Erklärung von Jugendliche ohne Grenzen (JoG) zum Bundesparteitag von Die LINKE:

In Zeiten von Rechtsruck, Asylverschärfung und der Gewalt gegen Geflüchtete und Migrant*inn

en ist Solidarität gefragt. Solidarität mit den Schwächsten, Solidarität mit denen, die ertrinken, Solidarität mit denen, die zu ihren Familien wollen und auf ihre Familien warten. Das Problem dieser Zeit sind nicht offene Grenzen. Das Problem sind geschlossene Grenzen, Zäune, Entrechtung und Rassismus.

Wir sind heute hier, weil wir eure Solidarität brauchen. Weil wir uns wünschen, dass wir in diesen dunklen Zeiten zusammen stehen. Und weil wir klipp und klar sagen: Solidarität ist unteilbar. Wir lassen uns nicht sortieren in gute und schlechte Migrant*innen – nicht von der Regierung und nicht von der Linken. Freunde spalten nicht!

In diesem Sinne: Einen schönen Parteitag – für eine LINKE ohne Grenzen!

Galaabend: Auf die Bühne bringen, was wir im Herzen haben

Gestern bin ich zur Gala gegangen, bei der ich viel Neues gesehen habe. Wir waren sehr schick. Wir wollten alles, was wir im Herz haben, auf die Bühne bringen. Wir waren sehr stark und emotional. Die Moderation war total cool, die haben viele Witze gemacht und eine Selfie. Am an wir hatten wir drei Gruppen, die den Initiativenpreis von JoG bekommen haben: Das „Café Internationale Merseburg“, die Ellwangener Aktivist*innen für ihren Protest gegen Abschiebungen und die „Stimme der Frauen“, eine selbstorganisierte Gruppe von geflüchteten Frauen aus Magdeburg.

Außerdem haben wir wieder den Abschiebeminister des Jahres gewählt. Das war diesmal eine ganz schöne Überraschung: Der Innenminister auch Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU), hat unseren Preis gewonnen. Jibran, der auch die Moderation mitgemacht hat, begründet, warum der Innenminister der Preis verdient hat: „Stahlknecht erhält den Preis aufgrund zahlreicher Abschiebungen unterbesonderen Härten, wie z.B. einer Abschiebung aus der Jugendfreizeit und dem Kindergarten. Gleichzeitig will er, dass Flüchtlinge bis zu zwei Jahre in der Erstaufnahme verbleiben müssen“.

Aber auch das Kulturprogramm der Gala ist nicht zu kurz gekommen. Das Theaterstück von Riadh Ben Ammar war sehr emotional, anspruchsvoll und beeindruckend. Wir hatten außerdem einen Sänger aus Berlin zu Gast, der uns sehr gut gefallen hat mit seiner aussagekräftigen Musik. Es gab auch noch viele Sachen, die gestern geschehen sind, die wir aber nicht so einfach beschreiben können. Es war wieder ein unglaublicher Abend.