Gala 2011

Am 08.12.2011 kürten Jugendliche den Abschiebeminister 2011. Eine Jury um den Liedermacher Heinz Ratz und den Integrationsratsvorsitzenden Dr. Jürgen Miksch zeichnet vorbildliche Initiativen gegen Abschiebungen aus und das Theater Peripherie aus Frankfurt führt das Stück „Die im Dunkeln“ auf.

PM vom 29.11.2011: Gala-Abend mit Abschiebeministerwahl und Initiativenpreis 2011

08.12.2011, 18:00 Uhr | Evangelisches Dekanat | Schlossplatz 4, 65183 Wiesbaden
Gala Abend der Jugendlichen Ohne Grenzen und „Die im Dunkeln“
Eintritt gegen Spende, Reservierungen bitte an: anmeldung[at]jogspace.net

Anlässlich der Innenministerkonferenz in Wiesbaden wählen die „Jugendlichen Ohne Grenzen“ im Rahmen eines Galaabends den Abschiebeminister 2011. Mit diesem Negativpreis zeichnen junge Flüchtlinge jährlich einen Landesinnenminister für besonders unmenschliche Flüchtlingspolitik aus. Neben dem Bayerischen Innenminister Hermann der verstärkt in den Irak abschieben möchte sind Uwe Schünemann (Niedersachsen) und
Michael Neumann (Hamburg) wegen der andauernden Roma-Abschiebungen aus ihren Bundesländern nominiert.
Parallel dazu werden Initiativen geehrt, die sich gegen die Abschiebung ihrer MitschülerInnen, NachbarInnen, FreundInnen und Bekannten einsetzen. Eine Jury um Liedermacher Heinz Ratz (Strom & Wasser) und Dr. Jürgen Miksch (Vorsitzender des
Interkultruellen Rat in Deutschland) vergibt den Initiativenpreis 2011. Während der Gala
wird das Theaterstück „Die im Dunkeln“ des Theater Peripherie (Frankfurt) aufgeführt. Das Theaterprojekt fokussiert die Ambivalenz zwischen den Hoffnungen, die “illegale” MigrantInnen einerseits mitbringen, und den Strategien (bsp. soziale Netzwerke, Tricks des Tarnens), die sie andererseits eingeschlagen müssen. Zudem wird die Arbeit von Jugendliche Ohne Grenzen im Rahmen einer Scheck-Übergabe durch das Deutsche Kinderhilfswerk gewürdigt.
Den Initiativenpreis 2011 erhalten:

  • Aktion „Hasbulat will leben!“ (Mittelpunktschule Hartenrod). Schüler, Eltern und Lehrer schafften es, die Abschiebung des 9-Jährigen Hasbulat zu verhindern. In Tschetschenien wäre sein schweres Nierenleiden nicht behandelt worden, mit lebensgefährlichen Konsequenzen.
  • Kirchenasyl für Familie Ghareb (St. Augustin Gemeinde Coburg). Als einer Familie die Kettenabschiebung in den Irak drohte, schützte die Gemeinde sie mit einem Kirchenasyl.
    In Bagdad wären die Christen von Anschlägen und Vertreibung bedroht gewesen.
  • Gegen die Abschiebung von Yahye Adan Dualle (SIKS e.V. Frankfurt). Die
    Stadteilinitiative setzt sich für ein Bleiberecht des 17-Jährigen Somaliers ein. In Polen war der Rapper immer wieder von Nazis bedroht worden, in Frankfurt hat er eine neue sichere Heimat gefunden

.

Informationen zum weiteren Protestprogramm sind angehängt. Interviews mit jungen Flüchtlingen sowie den Initiativen vermitteln wir gerne.

3 Gedanken zu „Gala 2011“

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11. – 14. Juni 2017 | Dresden